Leber-Pankreas

Auf dieser Seite finden Sie Fragen rund um das Thema „Leber-Pankreas“

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Lernen.

 

Was versteht man unter dem Begriff Inselorgan?

Als Inselorgan bezeichnet man in der Anatomie die Gesamtheit aller Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse. (Im Pankreas).

Im Inselorgan – in den Langerhans-Inseln – werden mehrere Hormone gebildet. Die wichtigsten Hormone sind das Insulin, das Glucagon und das Somatostatin.

 

Wie nennt man in der Anatomie den direkt zur Gallenblase führenden Gallengang?

Ductus cysticus.

Der Ductus hepaticus ist der Gallengang, der aus der Leber führt. Nach Abgang des Ductus cysticus (Gallenblasengang) aus dem Ductus hepaticus spricht man vom Duktus choledochus.

Näheres zu den Gallenwegen und der Gallenblase unter:

http://heilberufe-ausbildung.de/Leber/Gallenblase_Anatomie.htm

 

 

Welche Substanz gibt der Galle die gelblich-grüne Färbung?

Das Bilirubin.

Zur Erinnerung: Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Hämoglobins (des roten Blutfarbstoffs).

 

Welche Aufgabe hat die Gallenblase?

In der Gallenblase wird der aus der Leber kommenden Gallenflüssigkeit (der Lebergalle) Wasser entzogen.

Wird für die Verdauung Gallenflüssigkeit benötigt, so zieht sich die glatte Muskulatur der Gallenblase zusammen und gibt die Galle (die Gallenflüssigkeit) in den Zwölffingerdarm ab.

 

Wo liegen die Lebervenen?

Die Lebervenen (3 an der Zahl) verlassen die Leber an der Rückseite zwischen rechtem Leberlappen und Lobus caudatus und münden in die untere Hohlvene.

Eine häufige falsche Antwort lautet: Die Lebervenen liegen an der Leberpforte!

 

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Der Zwölffingerdarm (Duodenum) bildet eine Struktur ähnlich dem Buchstaben C.
Welches Organ wird von dem C des Duodenums umschlossen?

Der Kopf der Bauchspeicheldrüse. (Caput pancreatis).

 

Welche Gerinnungsfaktoren benötigen für ihre Produktion in der Leber Vitamin K?

Faktor X,

Faktor IX,

Faktor VII,

Faktor II

 

Welche Enzyme, die in der Bauchspeicheldrüse und auch im Magen gebildet werden, spalten die Fette?

Die Lipasen.

Besonders bedeutsam für die Spaltung der Fette ist die Lipase der Bauchspeicheldrüse. Es gibt jedoch zusätzlich auch noch eine Lipase, die im Magen in den Hauptzellen gebildet wird.

 

Wo suchen Sie die Papilla vateri?

Die Papilla vateri ist eine kleine Erhebung im Zwölffingerdarm (Duodenum).

Die Papilla vateri ist die gemeinsame Mündungsstelle des Lebergallengangs (Duktus choledochus) sowie des Ausführungsgangs der Bauchspeicheldrüse (Duktus pankreaticus).

 

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Wo wird das Glucagon produziert?

Das Glucagon wird von den Alphazellen des Inselorgans der Bauchspeicheldrüse produziert.

 

Was findet man im Zentrum eines Leberläppchens?

Im Zentrum des etwa 1 bis 2 mm großen Leberläppchens liegt die Zentralvene. (Vena centralis).

Das Blut fließt von der Zentralvenen der einzelnen Leberläppchens in die drei Lebervenen (Venae hepaticae). Die drei Lebervenen münden dann in die untere Hohlvene (Vena cava inferior).

 

Welcher Stoff gibt der Galle die gelbgrüne Färbung und woher stammt dieser Stoff?

Das Bilirubin verleiht der Galle die gelbgrüne Färbung.

Bilirubin entsteht als Abbauprodukt der schwerpunktmäßig in der Milz abgebauten roten Blutkörperchen. (Erythrozyten).

 

Erklären Sie den Begriff der portokavale Anastomose!

Grundsätzlich bedeutet der Begriff Anastomose eine natürliche Verbindung zwischen verschiedenen Leitungsbahnen im Körper. Also zum Beispiel Verbindungen zwischen Blutgefäßen.

Den Begriff portokavale Anastomose kann man nur verstehen, wenn man den natürlichen venösen Blutfluss der Speiseröhre und der Verdauungsorgane kennt. Diese leiten ihr venöses Blut zur Pfortader und damit zur Leber.

Im Bereich der Speiseröhre und auch im Dickdarm und Mastdarm gibt es jedoch auch Venen, die ihr venöses Blut zur oberen bzw. zur unteren Hohlvene hin ableiten.

Als portokavale Anastomosen werden verschiedene Umgehungskreisläufe des Blutkreislaufs bezeichnet, die bei einer Stauung der Pfortader eine Umleitung des Blutes zur oberen und unteren Hohlvene ermöglichen.

Die portokavale Anastomosen spielen unter anderem bei Erkrankungen der Leber eine sehr wichtige Rolle.

 

Welche Aufgabe hat die Galle?

Zunächst eine Bemerkung vorab. In der Medizin versteht man unter dem Begriff Galle die in der Leber gebildete Galleflüssigkeit, die in der Gallenblase gespeichert wird. (und nicht wie umgangssprachlich häufig gemeint die Gallenblase).

 

Die Gallenflüssigkeit dient der Fettverdauung. Die in der Galle befindlichen Gallensäuren führen dazu, dass das im Speisebrei befindliche Fett in winzige Tröpfchen verteilt wird und damit für die fettspaltenden Enzyme besser angreifbar wird.

 

Wo suchen Sie den Wirsung-Gang?

Der Wirsung-Gang oder Ductus Wirsungianus liegt in der Bauchspeicheldrüse (Im Pankreas) und mündet in den Zwölffingerdarm.

Eine andere Bezeichnung für den Ductus Wirsungianus lautet Ductus pankreaticus. Die Bezeichnung Wirsung-Gang ist eine Ehrung für den Entdecker des Duktus pancreaticus.

 

In der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bildet der Erwachsene pro Tag ca. 1,5 l bis 2 l Verdauungssekret. In welchem Wertebereich liegt der pH-Wert des Pankreassekretes?

Der pH-Wert des Pankreassekrets des liegt im alkalischen (basischen) Bereich.

Der aus dem Magen kommende stark saure Speisebrei (Chymus) wird im Zwölffingerdarm von dem alkalischen Saft des Pankreas neutralisiert.

 

Über wie viele Lappen verfügt die Leber und wir heißen diese Lappen?

Die Leber besteht aus vier Leberlappen.

Der größte Leberlappen ist der rechte Leberlappen gefolgt vom linken Leberlappen.

Zwei kleinere Leberlappen sind der Lobus quadratus und der Lobus caudatus, die zwischen dem rechten und linken Leberlappen liegen.

 

Wo befindet sich die Leberpforte und welche anatomischen Strukturen bilden die Leberpforte? Nennen Sie dabei die deutschen und anatomischen Bezeichnungen!

Die Leberpforte findet man an der Unterfläche der Leber.

Die Leberpforte wird gebildet vom gemeinsamen Gallengang (Ductus hepaticus communis), der Leberarterie (Arteria hepatica) und der Pfortader (Vena portae)

 

Bei den Vitaminen unterscheidet man wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Welche Vitamine sind fettlösliche Vitamine?

Das sind die Vitamine A (Retinol), Vitamin-D (Calciol), Vitamin-E (Tocopherol) sowie das Vitamin K.

Mit dem Wort ADEK oder Edeka kann man sich die 4 fettlöslichen Vitamine gut merken.

 

Was versteht man präzise unter dem Begriff Vitamine?

Unter dem Begriff Vitamin versteht man organische Verbindungen, die für den Stoffwechsel des Menschen zwingend erforderlich sind und die der Mensch nur ungenügend oder überhaupt nicht selbst herstellen (synthetisieren) kann.

 

Die Zellen der Leber (Hepatocyten) können unter anderem aus dem Laktat des Muskelstoffwechsels aber auch aus Aminosäuren Glukose bilden. Mit welchem Fachausdruck wird diese Neubildung der Glukose in der Leber bezeichnet?

Glukoneogenese.

 

Nach längerem Nahrungsmangel werden in der Leber aus Fettsäuren Substanzen produziert, die im Blut gelöst werden und dem Gehirn und auch anderen Organen als Energielieferanten dienen.

Wie heißen diese in der Leber aus Fettsäure bei katabolem Stoffwechsel gebildeten Substanzen?

Das sind die Ketonkörper. (Manchmal auch als Ketokörper bezeichnet).

 

In welchem Organ finden Sie die Kupffer-Sternzellen und welche Aufgabe haben diese?

Die Kupffer-Sternzellen finden Sie in der Leber.

(Der Name – Kupffer-Sternzellen – geht auf Karl von Kupffer…..das ff ist kein Schreibfehler!)

die Kupffer-Sternzellen sind die Fresszellen (Makrophagen) der Leber. Die Kupffer-Sternzellen machen 80% aller Makrophagen des Körpers aus.

Die Aufgabe der Kupffer-Sternzellen ist die Entfernung der über den Darm und das Pfortaderblut in den Körper gelangten Bakterien, Fremdstoffe und Gifte.

 

Die Leber besteht aus 4 Leberlappen. Nennen Sie diese 4 Leberlappen mit ihren lateinischen Namen!

Rechter und linker Leberlappen (Lobus dexter und Lobus sinister) sowie der Lobus quadratus und der Lobus caudatus.

 

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